Mittwoch, 3. Juli 2013

Licht & Schatten

Heute muss ich auch mal, über Fehler und Unerfahrenheit von mir auf „Budderama“ sprechen, aber natürlich auch über meine Ernte.

Auch wenn es sich in der Überschrift auch wegen des besseren Klangs anders herum steht, fange ich erst mal über die Schattenseiten meines „Bio-Bauern“ da seins an.

Im März/April habe ich mit viel Mühe, wie schon berichtet, Paprika und Physalis vorgezogen und diese Mitte Mai auf „Budderama“ angepflanzt im hinteren Teil meines Feldes, wo auch das Team von meine-ernte.de erst Mitte Mai Zucchini, Gurke, Erbsen, Blumen, Bohnen und Gurken. Durch die späte Anpflanzung war nicht zu erkennen, was die die Pflanzen sind, und was Beikräuter sind, deshalb konnte ich dort die Beikräuter nicht entfernen.

Nach meinem Urlaub (2 Wochen nicht auf „Budderama“ gewesen), war im hintere Teil, durch die guten Wachstumsbedingungen nicht mehr viel zu erkennen, so dass ich die meisten Pflanzen ab roden musste und diesen Teil neu bepflanzen musste, die geht leider auch die Vielfalt auf meinem Acker. Da ich dies hauptsächlich durch Radieschen, Blumenkohl, Spinat, Kohlrabi und Gurken ersetzte habe.

Außerdem scheint die Stelle, wo „Budderama“ heute liegt letztes Jahr nicht gut geerntet worden, da ich im mittleren Teil des Feldes große Kartoffelpflanzen habe, die da nicht geplant waren, welche meinen Rucola so gut wie komplett zerstört haben und auch einen Teil meiner Radieschen am Wachstum gehindert haben.

Da kommen auch direkt zum Licht am Ende des Tunnels:
Mein Ernteranking bis jetzt: (Nicht nach Menge, sondern Geschmack):

-       Kohlrabi (9 Stück bis jetzt)
-       Spinat (schon einiges mit gekocht, den Rest frisch eingefroren)
-       Radieschen (teilweise auf dem Feld direkt vernichtet in meinen Magen)
-       Kopfsalat (7 riesige leckere Köpfe)
-       Rucola ist leider so gut wie komplett untergangen bei weiteren Kartoffeln
-       Pflügsalat (aus meiner Sicht nicht der Hit, schmeckt nach scharfen Senf

Wenn es noch mehr bis jetzt zum Ernten gegeben hätte, würde der Pflügsalat noch weiter sinken. J

Mittwoch, 26. Juni 2013

Man kann es essen

Sogar sehr gut. Es schmeckt.

Schon kurz vor meinem Urlaub habe ich die ersten Radieschen gegessen. Aber durch das wechselnde Wetter mit teilweise über 30 Grad hat das Gemüse auf „Budderama“ richtig Gas gegeben und ist schon teilweise während meines Urlaubs fertig geworden. Die ersten beiden Kopfsalate die von dem Feld gegessen worden, konnte ich nicht probieren, der 3 Salat war riesig, viel grösser als welche aus dem Supermarkt und lecker (Griechisch angemacht mach Öl, Essig, Tomate, Gurke, Feta).

Auch die Kohlrabis sind wohl nächste Woche fertig, einen großen habe ich aber schon geerntet, gekocht und mit Bratkartoffeln vom gleichen Feld und Fleisch verspeist.
 
Auch die Kohlrabis sind wohl nächste Woche fertig, einen großen habe ich aber schon geerntet, gekocht und mit Bratkartoffeln vom gleichen Feld und Fleisch verspeist.

Vom Pflüg Salat bin ich persönlich nicht so überzeugt, er ist auch fertig, ist mir aber zu bitter.

Nach den ganzen Lebensmittelskandalen in den letzten Jahren schmeckt sein eigenes Gemüse umso besser, auch wenn ich für mich persönlich nicht damit auskomme, nur Sachen von meinem Feld zu essen, ich brauche Fleisch und weitere Zutaten, um mir das Gemüse richtig schmackhaft zu machen, auch wenn dies aktuell nicht Saison hat. Vielleicht bekomme ich da noch mehr die Kurve in der Zukunft, aber dafür muss man wohl schon wichtige Dinge wie Kartoffeln, Zwiebeln und Co. im Vorjahr einlagern, da man diese Sache ja immer wider braucht.


Freitag, 7. Juni 2013

Essen ist fertig!

Die ersten Radieschen sind fertig und sind direkt auf meinem Speiseplan gelandet.

Da es aber nur 3 waren, war es wohl eher nur Beilage zum Käsebrötchen, anstatt eine Biomahlzeit von „Budderama“. Sie haben aber gut geschmeckt.


Spinat und Salat sieht auch schon sehr gut aus, die Ernte kann bald richtig beginnen. Kohlrabi kann man auch schon gut sehen.


Aber bei dem Wetter ja auch kein Wunder, so geht Sommer.
Für mich gibt’s in 2 Wochen mehr Gemüse vom Feld.

Samstag, 1. Juni 2013

Hier noch ein aktuelles Bild

Das hier gezeigte Bild ist vom 30.05.2013 und zeigt "Budderama", nachdem es schon ordentlich von Wildkraut (umgangssprachlich: Unkraut) befreit worden ist, am rechten Rand sieht man noch welches, da ich erst nach dem Foto die andere Seite bearbeitet habe.

Dies ist nur ein sehr kleiner Ausschnitt von "Budderama", man sieht in den Reihen
(von oben nach unten):

- Salat
- Zwiebeln
- Möhren
- Zwiebeln
- Spinat

Das Unwort bei Pflanzen lautetet „Unkraut“

Nach dem ich die letzten Tage von meinen Aktivitäten auf „Budderama“ geschrieben habe und dabei mehrfach über Unkraut gesprochen habe, möchte ich jetzt genauer darauf weiter eingehen.

Was ist Unkraut? Ein Gewächs, welche erwünscht ist und nur Schaden anrichtet?

Nein. Unkraut selber ist ein sehr irr führender Begriff, da es eigentlich Wildkraut heißen müsste, da es einfach nur Wild wächst und meistens nicht erwünscht ist, da es den Platz und oder die Nährstoffe aus dem Boden verbraucht, welche man für die eigentlichen Pflanzen braucht.



Der Duden, wie auch Wikipedia definieren Unkraut als Wildkraut oder Beikraut.
 
Viele Wildkräuter sind nahrhaft und man kann sie für verschiedenste Anwendung benutzen, sowie in der Küche, als Tee oder auch als Medizin. Natürlich gibt es auch für den Menschen giftige Wildkräuter, aber auch diese haben ihre Daseinsberechtigung, z.B. Stechapfel oder schwarzer Nachtschatten.


Hier ein paar Beispiele von Pflanzen, die als Unkraut bezeichnet werden, aber es eigentlich nicht sind. Auch ich werde diese Kräuter weiter hin entfernen, da sie dem Pflanzenwuchs meiner eigentlichen Saat schadet, aber es sind Pflanzen, welche in der Öffentlichkeit viel zu wenig Aufmerksamkeit gewidmet wird.

Die Melde


Sie ist eine Nutzpflanze, welche schon im alten Rom unter Julius Cäsar als Kraut mit vielen Inhaltsstoffen, wie Kalzium, Magnesium, Proteine und natürlich Vitamine angebaut wurde. In manchen Ländern wird sie heute noch wie Spinat zubereitet.




 
Das Hirtentäschelkraut


Durch ihren hohen Vitamin C Anteil und da es Cholin enthält, welches sehr gut für den Blutdruck ist, wird es gerne als Tee getrunken oder als Kräuter für Dips oder Salat verwendet.


Die Brennnessel


Durch ihre „Brennhaare“, welche bei einer Berührung abbrechen, wird Ameisensäure frei gesetzt, welche auf der Haut brennt.  Brennnessel kann man sehr gut zu einer schmackhaften Suppe zubereiten.

Freitag, 31. Mai 2013

Ohne Regeln geht nichts

auch nicht auf dem Acker von "Buddrama".

Feiertag, das Wetter ist bedeckt aber die ganze Zeit trocken, gegen Abend sogar richtig schön mit Sonnenschein, also ab aufs Feld und auf biologische Art Unkraut vernichten, also zupfen, ausreißen und kompostieren.

Aber als erste geht es weiter mit dem beliebten Spiel: Was ist was?

Nach dem ich vor ein paar Tagen schon mal die Kartoffeln befreit habe von Unkraut, sollte jetzt das restliche Unkraut auf „Budderama dran glauben, dafür muss man aber die Gemüsepflanzen und auch möglichst die Unkräuter kennen.

Also habe ich versucht jede Reihe mit Schildchen zu markieren, welche ich erkannt habe. Nachbarn haben mit auch gerne geholfen, da ich zumindest den Plan dabei hatte, was in welcher Reihe stehen soll. J

Alle Schilder konnte ich nicht aufstellen, da manche Gemüsepflanzen noch nicht zu erkennen waren, da konnte ich dann auch kein Unkraut zupfen. Gerade am Ende des Ackers wurden die Stellen grösser, an denen ich mich nicht getraut habe, das Unkraut zu ziehen. Aber wie schon bei den Kartoffeln, ging dies bei den Möhren, Kohlrabi, Spinat, Radieschen und Zwiebeln sehr gut. Auch habe ich eine Reihe mit blauen kleinen Pflanzen entdeckt, welche nicht auf dem Anbauplan stehen, diese sehen so sauber gesetzt aus, das ich mich erkundigt habe und erfahren habe, dass dies Pflücksalat ist, welcher der Bauer zusätzlich für uns gesetzt hat.

Nach dem ich einen vollen Eimer Unkraut von meinem Acker gezupft habe (ca. 3 Std. dafür gebarucht), ist auch mein Nachbar auf sein Feld gekommen. Nach etwas Smalltalk und nach dem ich ihn eingespannt habe, als Gießvertretung wärmend meines Urlaubs gewonnen habe, fragt er mich, ob ich gleich auch bei der Unkrautschulung dabei bin. Dies habe ich wohl am Anfang auf dem Newsletter von meine-ernte.de überlesen, so dass ich mich nicht gemeldet habe und auch kein Platz für mich mehr frei ist, ich aber auch keine Zeit mehr hatte. Schade die Schulung hätte ich gut gebrauchen können, dies ist mir schon Stunden vorher bewusst geworden.

Wichtigste Regeln an diesem Tag:

1.)  Newsletter besser lesen

2.)  Alles was nicht in Reihe wächst ist Unkraut, oder ich habe es event. selber gepflanzt. J

3.)  Unkraut wächst schneller als Gemüse

4.)  Sich gut mit den Nachbarn verstehen, erleichtert sehr die Arbeit. Gerade beim Pflanzen/Unkraut erkennen  oder bei der Gießvertretung.

Mittwoch, 29. Mai 2013

Was ist das?

Ist Momentan eine sehr gute Frage. Jetzt waren mal 2 Tage schönes Wetter, da musste (wollte) ich natürlich auch mal wieder aufs Feld. Es war gut was los, obwohl ich durch meine Arbeit erst in den Abendstunden Zeit hatte.

Im Bauwagen wollte ich mich mit einer Harke bewaffnen, um das Unkraut von meinem Feld zu entfernen. Aber dort viel erst einmal der Blick auf das Saatgut zum nachpflanzen. Nach längerem durchstöbern habe ich mich aber entschlossen, mich erst mal um das Unkraut zu kümmern und die Nachsaat erst in ein paar Tagen an zu gehen. Obwohl dies wohl mehr spaß gemacht hätte. J

Aber als ich bei „Budderama“ angekommen bin, stand mir erst mal ein großes Fragezeichen im Gesicht: Wie erkenne ich den jetzt welche Pflanze welche ist und was ist Unkraut (wohl das Meiste davonJ). So ging es nicht nur mir, eine Nachbarin war auch beim Unkraut jäten und kam mit einer Pflanzen an, welche sie ausgegraben hat, aber sie war sich nicht mehr sicher, ob das richtig war. (war es nicht)

Zum Glück hatte ich mir im Voraus den Newsletter von meine-ernte.de ausgedruckt, in dem die Pflanzen sowohl als ausgewachsene, als auch als Jungpflanzen abgebildet sind mit Ihrer Reihenangabe, wo sie zu finden sein sollen.

Meine Nachbarin hat, nach mehrfachen durchblättern der Unterlagen, festgestellt, das sie eine Rote Beete Pflanzen ausgegraben hat. Dies soll mir eine Lehre. Deshalb habe ich erst mal das Unkraut von den „einfachen“ Reihen entfernt. Dies wird nicht einfach am Anfang, alle Pflanzen korrekt zu unterscheiden. J

Als das Wetter langsam umzuschlagen begann, habe ich nur noch geschaut, wie weit das Gemüse auf meinem Acker ist, welches laut Gemüseliste schon im Mai zu ernten sein soll. Liegt leider noch etwas zurück in der Zeit.